Retrieverclub – Quo Vadis?
Ist es die Zeit der sauren Gurken oder eine allgemeine Unzufriedenheit, die mit dem wiederauflebenden halbtoten Forum in vielen Stimmen unserer Mitglieder Unzufriedenheit erklingen lässt? Was ist aus unserem Retrieverclub geworden? Der Retrieverclub für alle, in dem jeder seine Nische hat. Und in dem jeder, egal ob Show-, Arbeits- oder Familienhundemensch, seinen Bereich finden sollte. War es doch unser Leitbild vor sechs Jahren, merkt man eigentlich nur mehr sehr wenig davon. Es überrascht mich eigentlich nicht mehr, dass wir bald die Vorstandsmitglieder wechseln wie die italienische Regierung in ihren besten Zeiten. Wir sollten eigentlich langsam vorsichtig sein, uns die richtigen Namen der Vorstandsmitglieder und ihren Zuständigkeitsbereichen zu merken. Für mich ein klarer Beweis, dass einfach schlichtweg auch Vorstandsmitglieder Menschen und somit überfordert sind. Der Retrieverclub ist zu groß geworden. Und aus den Idealisten Fulltimemanager. Traurig, aber wahr. Betrachtet man die Reglements und die Zuchtordnung, die sich ständig verändern, bekommt fast allseits bekannten Spruch in den Sinn: „Verzeih´ ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Vielmehr bin ich überrascht über so manche Zustände bei einer RBP in der Landesgruppe Wien. Ganz klar, der Verfasser des Forumsbeitrages, Manfred Bluska, könnte einfach einen persönlichen Brief an den Vorstand schreiben, der Vorstand würde diesen Brief besprechen und man hätte eine Lösung gefunden. Aber dieses Mitglied benützte auch unser Forum – mit gutem Recht, wie mir scheint. Weil Herr Bluska einfach unzufrieden ist. Und wenn wir die Response vieler Mitglieder in einem tot geglaubten Forum lesen, dann sind so einige unzufrieden. Dies sollte manchen zu denken geben. Es ist nicht sehr sinnvoll, in einer Scheinwelt zu leben und zu meinen, dass alles in Ordnung ist. Hier nützt der „beste“ Retriever nichts und auch nicht die bombastische Veranstaltungen, bei der Fahnen, Stände und sonst noch allerlei herumstehen. Ich habe nichts davon, eine Masse an Angeboten zu bekommen, wenn ich einfach unzufrieden bin! Das ist eine Aufgabe, die nicht nur die Vorstandsmitglieder, sondern vor allem viele Landesgruppenleiter zum Nachdenken anregen sollte. Ja, auch die Landesgruppenleiter, die eigentlich mehr Bindung zur Basis haben sollten. Denn wenn ich als Landesgruppe fünf private Trainingsgruppen um mich habe und meine aktiven Veranstaltungsmitglieder immer weniger werden, dann sollte ich darüber nachdenken. Ich möchte auf keinen Fall den zuständigen Verantwortlichen im ÖRC an die Wand nageln. Das liegt mir wirklich fern, denn ich weiß, was dabei für eine Arbeit geleistet wird – vor allem unentgeltlich und aus „ideellen“ Gründen. Aber eines muss uns bewusst sein: der Retrieverclub sind WIR, wir alle! Und das, was wir haben wollen, wird in den Statuten genau festgelegt. Zwanglose Zusammenkünfte im Interesse unserer Hunde, wo wir alle wirklich nur das eine wollen: das Wohl unserer Rasse und Spaß. Einfach nur Spaß.