Die Liga der vergessenen Gentlemen, Teil II

Der Schweigsame Tiroler

Nun kommen wir zum nächsten vergessenen Gentleman, wo keiner es der Mühe wert findet, über ihn zu schreiben. Jetzt muss ich vorsichtig sein, denn das mag er überhaupt nicht, dass er mit dem Namen genannt wird. Kennen gelernt habe ich den Herrn vor acht Jahren in Seefeld/Tirol. Seinerzeit noch Andrea Payer als Working Test Referentin, und ich als Teilnehmer und Helfer vor Ort. Ich wurde dem Herrn zugeteilt, als Schütze, und er war Werfer. Ich glaube, wenn ich fünf Wörter aus ihm heraus gebracht habe, waren es viele. Aber gut. Ein befreundeter Architekt, auch ein Tiroler, sagte: „Bis a Tiroler mit dir ret, dauert´s a Joa, bis a dein Freund is, dauert´s fünf.“
Wir haben uns dann wieder vor fünf Jahren bei meiner Kooptierung als Working Test Referent getroffen, wo ich ihn als sehr kritischen, sehr sachlichen und sehr ruhigen Menschen kennen lernte. Ich muss sagen, dass er nicht nur als Landesgruppenleiter brilliert, sondern sich auch nie zu schlecht war, als Helfer, Werfer oder Schütze bei Veranstaltungen bereit zu stehen. Im Gegenteil, dieser Mann fuhr hunderte Kilometer, nur, um zu helfen.
Man braucht gar nicht sagen, dass er der Erfinder des Tyrolean Cups war und in seiner Landesgruppe sich einer der Beliebtesten ist.
Und darum gebührt ihm auch die Bezeichnung des Gentleman in allen Lebenslagen. Ich weiß, lieber …….., dass Du nie genannt werden willst. Es hält mich aber nicht davon ab, Dich als Schweigsamen Tiroler in meiner Reihe der „Liga der vergessenen Gentlemen“ zu nennen. Ich wünsche mir immer wieder, mit Dir zusammen zu arbeiten, denn Dein Wort hat Handschlagqualität. Und es freut mich immer besonders, mit Dir zu diskutieren, weil es sachlich und fair zugeht.

Ps.: Ein Gentleman, der sicher nicht genannt werden möchte.