Was Großmutter noch über Hunde wusste, Teil II

Möbel ankauen

Im Zoofachhandel sind die verschiedensten Produkte erhältlich, um das Annagen von Tisch- oder Stuhlbeinen zu verhindern, aber meiner Erfahrung nach ist das beste Mittel eine grüne Chilischote, halb aufgeschnitten und mit der Schnittfläche über das gefährdete Holz gerieben (nehmen Sie keinen roten Chili, weil er Verdauungsstörungen verursachen könnte).
Der grüne Chili verursacht außerdem keine Flecken auf den Möbeln.
Die allerbeste Lösung des Problems ist aber natürlich, den Hund (oder Welpen) gar nicht erst so lange in der Wohnung alleine zu lassen, bis er aus Langeweile mit dem Möbelkauen beginnt.
Manche Welpen oder Junghunde beginnen auch plötzlich, mit einem Tisch- oder Stuhlbein zu „kämpfen“ und hinterlassen dabei deutliche Zahnspuren im Holz. Um weitere Schäden zu verhindern, brauchen Sie ein Mittel, das weder dem Hund schadet noch das Holz verfärbt. Kaufen Sie in der Apotheke etwas Nelkenöl (es ist nicht teuer und eignet sich auch sehr gut, um vor Zahnschmerzen wundes Zahnfleisch leicht zu betäuben). Reiben Sie etwas von diesem Öl mit einem Taschentuch an das Möbelstück, auf das es Ihr Hund abgesehen hat. Er wird den Geruch und den bitteren Geschmack nicht mögen.
Ein weiteres Mittel, um zu verhindern, dass Ihr Hund die komplette Wohnungseinrichtung zernagt, ist eine scharfe Pfeffersauce wie zB. Tabasco, auf die Holzoberflächen aufgetragen. Tabasco in dieser Menge schadet dem Hund nicht und in den meisten Fällen reicht schon der Geruch alleine, um dem Hund den Spaß zu verderben. Die Sauce lässt sich auch leicht wieder vom Holz abreiben.
Sehr abschreckend wirkt auch Vick Vaporub Balsam.
Noch besser ist es, den Hund zum Kauen an seinen dafür vorgesehenen Spielsachen zu ermutigen, indem man Knochen oder Hundespielzeug mit Erdnussbutter bestreicht – Hunde lieben diesen Geschmack!

Quelle: „Was Großmutter noch über Hunde wusste…“ Hausmittel, Tipps und Tricks von Linda Adam, Kynos Verlag
Für die Richtigkeit ist der Autor des Buches verantwortlich.