Benimmregeln beim Working Test
Wenn man sich die Prüfungsordnung für Working Tests beim ÖRC durchliest...
13.
Richterentscheidungen sind unanfechtbar.
14. Öffentliche Kritik am Richter stellt einen Ausschlussgrund dar.
...hat man
eigentlich das Gefühl, dass diese Punkte klar definiert sind. Interessant auch,
wenn man in den letzten Jahren die Working Tests betrachtet, so manche
„Superstar-Hundeführer“ uns jungen Hundeführern gezeigt haben, wie souverän,
ruhig und überlegen diese sind. Selbstverständlich war eine Richterentscheidung
definitiv und wir armen Würmer nickten andächtig.
In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die eher unerfahrenen Hundeführer
Benehmen zeigten und die so genannte Upper- oder auch Open-Class das allgemeine
Benehmen verlernt hat.
Nun, hier ein kleiner Kurs, den man von jedem E- oder L-Teilnehmer gut lernen
kann:
1.)
Verhalten Sie sich bei der Anmeldung immer höflich und zurückhaltend
2.)
Begrüßen Sie Richter und Prüfungsreferent freundlich, aber erwecken Sie nicht
den Eindruck, Honig ums Maul zu schmieren. Kommt nicht gut an.
3.)
Folgen Sie den Anordnungen der Prüfungsleitung und Stewards, wo sich die
Wartezone befindet
4.)
Es kommt überhaupt nicht gut an, wenn Sie und andere Teilnehmern die eine
schlechte Organisation kritisieren, hier empfiehlt es sich, mit dem
Prüfungsleiter Kontakt aufzunehmen und höflich Vorschläge zu bringen. Meistens
hat der Prüfungsleiter einen Grund für manche Organisationsentscheidungen.
5.)
Eine Richterentscheidung ist definitiv. Egal, ob man Anfänger, Fortgeschrittener
oder gar vielleicht selbst Richter ist.
6.)
Mit einem Richter über eine Nullwertung zu diskutieren bringt gar nichts. Man
diskutiert ja auch nicht über zwanzig Punkte, dass man vielleicht nur achtzehn
haben möchte. Und so nebenbei zeigt man eigentlich selbst seinen niederen
Charakter.
7.)
Es hat auch keinen Sinn, wie ein Pfau herum zu laufen und allen Leuten zu
erklären, was der Richter für ein Idiot ist. Außer dass man mitleidige Blicke
erhascht und seine eigene Person in Frage stellt, passiert gar nichts.
8.)
Hüten Sie sich, den Prüfungsleiter irgendwie zu bedrohen, dass man Maßnahmen mit
Negativwerbung ansetzt. Es ist derselbe Effekt, wie wenn man mit hundert Sachen
kopfüber gegen eine Betonwand rennt. Manchmal hat man das Glück, einen sanften
Prüfungsleiter zu erwischen, der Ihnen vielleicht sogar aus Höflichkeit die
Gebühr zurückbezahlt – Achtung, das kann aber auch schief gehen. Manche
Prüfungsleiter beißen zurück.
9.)
Wenn man schon einen Nuller gebaut hat, sollte man die Größe haben, dem Gewinner
zu gratulieren. Zeigt von Charaktergröße. Man nimmt Ihnen vielleicht einmal ab,
dass Sie einen langen Nachhauseweg haben, aber nicht, wenn Sie zwanzig Minuten
vom Prüfungsgelände weg wohnen.
10.)
Man kann auch selbst einmal mithelfen und Werfer sein. Die Vergangenheit hat
gezeigt, dass oft sogar Richter mitgeholfen haben.
11.)
Es bringt überhaupt nichts, wenn man in den Auswertungsstand geht und vielleicht
die EDV-Person fragt, welchen Rang man hat. Haben Sie doch etwas Geduld. Sie
werden Ihr Ergebnis erfahren. Dafür garantiert jeder Prüfungsleiter.
Nach diesem
kleinen Kurs hoffen wir alle, dass manch ein Working Test nicht mehr von
schlechter Stimmung überschattet ist.
Von der Redaktion