Landesgruppe Oberösterreich
Arbeit! Ein Wort, das die Meisten mit eher unangenehmen Dingen in Verbindung
bringen. Arbeit wird mit sich abmühen und plagen, seinen Lebensunterhalt
verdienen, Stress und vielen anderen eher unangenehmen Dingen verknüpft.
Für Arbeit findet man im Lexikon verschiedenste Definitionen, aus der Physik z.
B.: wird ein Körper durch eine
Kraft auf
einem bestimmten Weg verschoben, so wird an diesem Körper
Arbeit verrichtet. Unter Arbeit
versteht man das
Produkt aus
Kraft und Weg.
Das ist eine von vielen, es gebe noch eine Menge Möglichkeiten der Definition,
aus der Ökonomie, der Philosophie, der Soziologie und auch des Marxismus.
Vielleicht ist das Verknüpfen mit Unangenehmem ein Grund warum Hundeführer mit
ihren vierbeinigen Begleitern nicht „arbeiten“ = „trainieren“ wollen. Schade
eigentlich, denn Arbeit mit Motivation verbunden ist etwas unheimlich
produktives, angenehmes und schönes.
Das Gegenteil von arbeiten ist für mich „nichts tun“. Das kann sehr angenehm
sein, wäre aber wahrscheinlich auf Dauer sehr, sehr langweilig. Stellen Sie sich
vor für immer nichts zu tun. Alles würde für Sie erledigt, Sie müssten nur mehr
ein bisschen Spazieren gehen, essen und schlafen? So geht es sehr vielen Hunden.
Sie haben einen bequemen Schlafplatz,
bestes Futter und einen schönen Garten, sie müssen sich nie anstrengen, frieren
nicht, hungern nicht, werden nicht geschlagen, viel gestreichelt und kommen
regelmäßig vor die Tür. Der reine Luxus
also – mit der Einschränkung , dass alles was Spaß macht strengstens
verboten ist. Bellen, Dinge zerkauen, Abfälle fressen, Löcher graben, im Dreck
wälzen, Beute jagen, Wild hetzen, Territorium markieren und verteidigen, ganz zu
schweigen vom Sex – alles strengstens verboten.
Erinnern Sie sich noch mit welcher Begeisterung Ihr Welpe einfache Dinge gelernt
hat oder wie unermüdlich so mancher Hund einen Ball apportiert oder mit welcher
Freude von Hunden kleineund auch größere Aufgaben gemeistert werden. Die
gemeinsamen Erlebnisse mit ihren Menschen, Beschäftigung und Spiel, füllen einen
Hund aus. Hunde „arbeiten“ gerne für uns Menschen und wollen dafür gelobt
werden, das ist auch der Schlüssel zu einem glücklichen Hundeleben. Ich glaube,
dass mancher Hütehund mit seinem Schäfer ein ausgefüllteres Leben führt als sein
beschäftigungsloser Kollege „Familienhund“. Was tun? Schafe kaufen?
Mit etwas Phantasie findet sich für jeden Hund eine Aufgabe, für Retriever und
ihre Besitzer ist das eigentlich denkbar einfach.
Retriever wurden und werden zum Teil heute noch für die Arbeit „nach dem Schuss“
gezüchtet, ihr Name kommt vom englischen „to retrieve“ – apportieren,
zurückbringen. Einfache Apportieraufgaben mit Dummys zur Beschäftigung unserer
Retriever sind leicht erlernt und machen Mensch und Hund Freude. Man bekommt
damit auch so einen Hund, wie ihn die…. oder der…. hat, so gehorsam und brav,
weil der Hund eine Aufgabe hat, gelobt wird, sein Frauerl oder Herrl zufrieden
mit ihm ist und gemeinsames Tun eine enge Bindung
schafft.
Arbeit schafft Wert, in diesem Fall ist mit Arbeit Training und gemeinsames Tun
gemeint und das schafft einen wertvollen = angenehmen, gehorsamen und treuen
Begleiter.
Ortrun König
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Welpenkurse und Junghundetraining:
- laufend,
Wiederholung der
Übungen aus dem Welpenkurs bzw. Retrievertraining für Neueinsteiger |