Albin vom Weidenweg - Balu
31.12.1993 - 30. 06. 2008

Ergebnisse von Balu

ÖHZB/Gret 751

Züchter: Dr. Nikolaus Fheodoroff, 9020 Klagenfurt
FW: Vorzüglich 
Workingtest L, M, S, Bringtreueprüfung, BLP, RBP 2, RBP 3, BGH1, BGH 2

Balu war mein erster Retriever. Gemeinsam absolvierten wir die ersten Unterordnungsprüfungen (BGH1, BGH2) und starteten auch mit dem Obediencetraining. Nach einiger Zeit entdeckten wir aber die wahre Leidenschaft von Balu: die Retrievertypische Apportierarbeit. Wir begannen mit dem Dummytraining. Im Laufe der Jahre absolvierten wir alle Klassen im Working Test und sehen, dass die Arbeit mit Wild Balu besonders begeistert. So legten wir auch die Bringtreue- und die Bringleistungsprüfung ab und seither gehörten Niederwildjagden im Herbst und Winter zu unserem fixen Alltag.
Natürlich war Balu auch ein perfekter Familienhund, geduldiger Spielpartner der Kinder und optimaler Begleiter im Alltag.

Pedigree:

Nico du Riondaz

PRA frei,  
HC frei,
HD 0

CH.I.,CH VDH, CH F, CH. INT. CH SUISSE
Styal Samourai

SH.CH. Nortonwood Checkmate

CH. Davern Figaro

SH.CH. Nortonwood Canella

Styal Solacea

CH. Nortonwood Faunus

CH. Styal Susila

CH.VDH,CH.I.
Anny du Riondaz

Derrybeg Flanagan

Gyrima Boniface

Derrybeg Daydream

Derrybeg Gwendoline

Mornmist Quest

Derrybeg Double Dee

Neca

HD 0

Olaf v. Axenfels

Karo of Red Maple

Jucridor Endeavour

Jucridor Apricor Brandy

Zora v. Björndal

Music Savira

Xara v. Björndal

Juna Wesljarska

Andy Golden Walmiss

Eros v.d. Maarnse Meent

Miss Golden Araukarity

Hera

Viking Turindferdis

Mandu Diensmmindes


Wir werden Dich nie vergessen...

Balu war unser Clown. Tagtäglich war er lustig drauf und hat uns zum Lachen gebracht. Typisch für ihn war in den letzten Jahren sein eigener Kopf. Auf seiner letzten Jagd vor einigen Jahren wollte er partout nicht in ein Rübenfeld eingewiesen werden, was er mit lautstarkem Gebell zum Ausdruck brachte.

Beim Spaziergang galoppierte Balu quer über die Wiesen, zwar in einem sehr langsamen Tempo, aber den Spaß, den er dabei hatte, sah man ihm durch und durch an.
War es Zeit für  seinen täglichen Spaziergang, mussten wir nur von der Couch im Wohnzimmer aufstehen, schon rannte er als Erster zur Tür, bellte laut und wollte raus. Dabei schürzte er immer stark die Lefzen, schnaufte und grunzte laut und war nicht mehr zu beruhigen.

Eine seiner Vorlieben waren auch junge Hündinnen im Alter von etwa einem Jahr, denen er immer noch aufreiten wollte, obwohl er – rutschte die Hündin flink unter ihm weg – meistens umfiel. Das störte ihn nicht. Öfter schon verlor er die Kontrolle über seine vier Beine, fiel hin, rappelte sich wieder auf, schüttete sich und bellte laut vor Ärger, und weiter ging es.
Zu Hause, wenn Thano telefonierte und etwas lauter wurde, sprang Balu unbeholfen auf, bellte Thano wütend an und legte sich wieder nieder.

Wir erinnern und immer wieder gern an den letzten Sommer, als ich Thano aufgeregt nach einem schrecklichen Erlebnis anrufte.
Es war ein heißer Sommertag und ich machte mich auf, um mit allen Buben zum See zu fahren. Balu hatte zu dieser Zeit schon gewisse „Aussetzer“ im Denken, die aber nicht weiter unsere Besorgnis erregten. Die Buben schwammen dort angekommen munter drauf los, und üblicherweise plantschte Balu immer am Ufer herum, da er wusste, dass seine Muskeln ihn beim Schwimmen nicht mehr halten würden und er untergehen würde, was schon des Öfteren passiert war. Ich stand also am Ufer und tratschte mit einer Hunde-Bekanntschaft, als ich sah, dass Balu zielstrebig die Mitte des Sees ansteuerte. Dort befand sich hoher Schilfbewuchs. Ich rief ihn. Keine Reaktion. Normalerweise kann man zumindest beobachten, wie Hunde die Ohren nach hinten drehen, wenn man sie ruft – das war nicht der Fall! Balu fixierte das Schilf in etwa 60 Metern Entfernung. Ich rief und rief – nichts passierte! Dann, Balu kam beim Schilf an, schwamm er direkt hinein. Ich hörte auf Bewegung, doch da war nichts mehr. Nur Stille. Das Schilf bewegte sich nicht! Panik! Ich sah schon unser Balutschi untergehen, ihn seine Kräfte verlassen. Also zog ich mich schnell bis auf die Unterwäsche aus und sprang hinein. Meine Bekanntschaft bat ich, mir zuzurufen, sollte sie Balu sehen. Während dem Schwimmen schrie ich wie eine Wahnsinnige. Ich hatte schon schlimmste Vorstellungen. Und plötzlich sah ich, wie Balu hinter dem Schilf weiterschwamm, aufs Ufer zu. Er schwamm einfach. Dann kämpfte er sich schwach aus dem Wasser heraus und kam um den See getrabt zu mir zurück.
Solche Erlebnisse waren mit Balu alltäglich.
Mit einem Wort gesagt: Balu – der Clown!

Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, die Thano mit Balu erreicht hat, kann man auch staunen. Balu arbeitete toll, wenn man bedenkt, dass er aus reiner Show-Linie war. Er war ein stets verlässlicher Jagdhund, der auch beim IWT am Pillersee nicht schlecht abschnitt.

Danke Balu, dass Du uns so viele erfolgreiche, tolle, lustige und spannende Tage beschert hast, und uns mit deinem außergewöhnlichen Charakter gezeigt hast, wie toll so ein Hundeleben sein kann!

Lauf nun in den ewigen Jagdgründen mit den anderen Hunden umher und vergiss uns nicht.
Wir werden Dich für immer in unseren Herzen tragen!